Deutschland hat "Ja" geflüstert

Save-me-Kampagne feiert ersten Durchbruch bei IMK

"Save me - eine Stadt sagt "ja" - unter diesem Motto setzen sich seit 2008 deutschlandweit lokale Initiativen für eine dauerhafte Beteiligung Deutschlands am Flüchtlings- aufnahmeprogramm der Vereinten Nationen ein, darunter auch Save Me Hannover.
Am 09.12.2011 hat die Innenministerkonferenz nun eine dauerhafte Beteiligung Deutschlands an der Aufnahme und Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge aus Drittstaaten beschlossen, so Bundesinnenminister Friedrich.
Damit ist klar: Die insgesamt 900 in den nächsten drei Jahren aufzunehmenden Flüchtlinge sind nicht nur ein weiteres kleines Ad-hoc-Zugeständnis an sich aufdrängende Notwendigkeiten, sondern der dauerhafte Einstieg Deutschlands in ein kontinuierliches Flüchtlingsaufnahmeprogramm (Resettlement) in Kooperation mit UNHCR.
Damit ist eine der Kernforderungen der Save me-Kampagne erfüllt. Save me Hannover begrüßt den Beschluss der Innenminister als noch zu zaghaften, aber richtigen Schritt.

Truck Labyrinth Fluchtweg in Hannover

Labyrinth Fluchtweg ist eine Erlebnisausstellung, bei der BesucherInnen durch aktive Beteiligung die realen und fiktiven Situationen von Flüchtlingen erfahren.

Am Anfang werden sie mit einem Walkman (MP3 Player) ausgerüstet und mittels eines 20-minütigen Hörspiels durch die 7 Räume der Ausstellung geführt. Dabei werden sie in die Rolle eines Flüchtlings versetzt und erleben verschiedene Stationen der Flucht. Die Ausstellung ist als begehbare Collage in einem Großraum-Truck von 18m Länge eingebaut. Siehe auch www.labyrinth-fluchtweg.de

Orte und Besuchszeiten:

1. Mai 2011- Tag der Arbeit auf dem Klagesmarkt

5.u.6.Mai 2011 - 11.00Uhr - 18.00Uhr Steintorplatz

SAVE-ME Hannover sagt Ja!

Rettungsringe für Berlin– Save me! Flüchtlinge aufnehmen!

Seit knapp zwei Jahren gibt es nun die Kampagne „save me - Flüchtlinge aufnehmen!" 45 Städte in ganz Deutschland nehmen bislang daran teil und 17 davon haben bereits einen positiven kommunalen Beschluss bezüglich der Neuaufnahme von Flüchtlingen erreicht. Insgesamt 4.781 Menschen unterstützen dieses Anliegen aktiv mit ihrer Person und ihrem Namen. Das macht Hoffnung und zeigt deutlich: die Menschen vor Ort, in den Städten und Gemeinden, sind weit mutiger und offener als sich das die Berliner Politik vorzustellen wagt. Es ist also höchste Zeit dieses deutliche Signal für einen großzügigen und humanen Umgang mit Flüchtlingen in die Bundespolitik zu tragen!

Das Ziel war hoch gesteckt. Trotz strömendem Regen und heftigen Windboen wurde es mit viel Puste erreicht. Mit einer Installation aus Rettungsringen, Schlauchbooten und den ca. 50 Ortschildern demonstrierten Menschen aus verschiedenen Bundesländern einen Tag vor dem offiziellen "Tag des Flüchtlings" für die Aufnahme von Flüchtlingen durch die BRD. Die ca. 5000 Rettungsringe symbolisierten die rund 5300 Menschen und die Ortschilder der Gruppen in den Städten, die sich bereits jetzt an der Save-me-Kampagne beteiligen.